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Abstract für den Vortrag von Katharina Schnitzspahn

The effects of mood and stress on cognition in aging

Research suggests that cognitive resources decline with old age, while emotional resources stay stable or even improve. I will present several lab-based studies suggesting that prospective memory (i.e. the ability to remember and perform intended actions in the future) in young adults is impaired by negative mood and acute stress, while performance in older adults is not affected. I will also show some applied studies conducted in participants’ everyday lives that suggest a slightly different pattern: Stress and negative mood in both age groups is negatively associated with prospective memory, while positive mood is associated with better performance. The potential role of emotion regulation, intrusive thoughts and motivation for explaining the observed results will be discussed based on models of emotion-cognition interactions.

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Einladung zum Tag der Lehre (18.05.2022)

Liebe Lehrende,
liebe Studierende,

Wir freuen uns sehr Sie alle zum Tag der Lehre am 18.05.2022 einladen zu dürfen.

„Tag der Lehre - Was ist das denn genau?“

Ziel des "Tages der Lehre" unter dem Motto "Digital und doch sozial" ist es in den Austausch über die Lehrveranstaltungen der vergangenen und zukünftigen Semester zu kommen. Lehre wird getragen von Dozierenden auf der einen und Studierenden auf der anderen Seite. Vor diesem Hintergrund wollen wir den Raum öffnen, um ein soziales Miteinander zwischen beiden Gruppen zu ermöglichen und um gemeinsam eine nachhaltige Verbesserung für die Lehrveranstaltungen an unserem Institut erreichen zu können.

 

„Wann und wo findet der Tag statt?“

Der „Tag der Lehre“ findet am Mittwoch, den 18.05.2022 von 14:00 Uhr bis 17:30 Uhr in den Räumlichkeiten des psychologischen Instituts statt. Für Kaffee und Kuchen an diesem Nachmittag ist gesorgt 🙂

 

„Und wie läuft das dann ab?“

Geplant ist, dass sich nach der Begrüßung und einem kurzen Impulsvortrag mehrere Kleingruppen aus Lehrenden und Studierenden zusammenfinden. Die Gruppen werden so gebildet, dass immer mehrere Personen aus einer Statusgruppe zusammen sind. Innerhalb der Gruppen haben Sie die Möglichkeit zum Austausch. Im Fokus sollen neben den persönlichen Erfahrungen aller Beteiligten auch die Lehr- und Lernformen stehen, die sich in der Pandemie bewährt haben und wo es noch Verbesserungspotential gibt. Die Ergebnisse aus den jeweiligen Kleingruppen werden am Schluss im Plenum vorgestellt. Ziel des Tages ist es nachhaltige Ideen zur Verbesserung der Lehre zu formulieren.

 

„Das klingt ja ganz spannend, aber warum sollte ich daran teilnehmen?“

Wir wissen, dass für viele von Ihnen die digitalen Semester nicht immer einfach waren, sicherlich auch weil der direkte Austausch mit Dozierenden bzw. Studierenden nur schwer möglich war.
Sie haben an dem Nachmittag nicht nur die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und somit auch die Chance, die Perspektive der Lehrenden bzw. Studierenden kennenzulernen, sondern Sie können auch durch Ihren Input und Ihre Ideen mithelfen, die Entwicklung kommender Lehrveranstaltungen aktiv mitzugestalten.

„Wo und wie kann ich mich dafür anmelden?“

Aufgrund der Raumplanung ist es für uns wichtig zu wissen, wie viele Personen teilnehmen werden. Sie können Sich ganz einfach bis zum 11.05. per Mail für den Tag anmelden. Bitte schreiben Sie dazu eine kurze Mail mit Ihren Namen und Ihrem Semester an TdL.Psychologie@uni-mainz.de.

 

„Ich habe noch Fragen oder bin mir unsicher.“

Für weitere Fragen stehen wir ebenfalls per Mail unter TdL.Psychologie@uni-mainz.de zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Sie/ euch!
Komitee „Tag der Lehre“:
Dr. Henrik Bellhäuser, Prof. Dr. Thomas Rigotti, Prof. Dr. Mareike Altgassen, Maximilian Resch, Lukas Wagner und Renée Matthes

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Abstract zum Vortrag von Dr. Anne Vieten

Im Kontext unterschiedlicher Entwicklungen hat in den letzten Jahren die Frage, wie mit Forschungsdaten umgegangen werden sollte, rapide an Bedeutung gewonnen. Auf der einen Seite stehen Anforderungen nach transparenter, offener Forschung, um die Qualität der Forschung im Kontext von Fälschungsvorwürfen und der Replikationskrise in empirischen Wissenschaften zu sichern und veröffentlichte Ergebnisse nachprüfbar zu machen. Auf der anderen Seite besteht ein Interesse, Forschungsdaten etwa im Zuge neuer wissenschaftlicher Methoden weiter nutzen zu können.

So fordern zunehmend auch Drittmittelgeber wie die DFG oder der ERSC, dass die mit ihren Mitteln erhobenen Daten transparent und nachnutzbar gemacht werden. Unter dem Stichwort Open Access und Open Science haben sich auch eine Vielzahl an Angeboten und Konzepten etabliert, die zur Verfügbarmachung und Nachnutzung von Forschungsdaten einladen. Allerdings fällt es mittlerweile schwer, den Überblick zu behalten, über das was möglich und sinnvoll ist, das was nötig ist und das was vielleicht aus rechtlichen Gründen kritisch zu betrachten ist. Die JGU stellt sich diesen Herausforderungen und bietet Infrastruktur und Support für das Forschungsdatenmanagement an.

Frau Dr. Anne Vieten ist Mitglied und Koordinatorin des Kompetenzteams Forschungsdaten (siehe https://www.forschungsdaten.uni-mainz.de), das diese Entwicklungen an der JGU begleitet und vorantreibt.

Wir konnten Frau Dr. Vieten für einen Vortrag zum Thema Forschungsdatenmanagement an der JGU gewinnen, um einen Überblick zu bekommen, welche Abgebote es von Seiten der JGU bereits gibt. Der Vortrag wurde unter anderem angeregt durch die Mainzer Open Science Initiative und war für das Forschungskolloquium vorgesehen. Aus terminlichen Gründen ließ sich der Vortrag aber nicht zum Kolloquiumstermin realisieren. Wir haben Dr. Vieten deshalb zum Kolloquium der Abteilung Klinische Psychologie und Neuropsychologie eingeladen. Um allen Mitgliedern des Psychologischen Instituts eine Teilnahme zu ermöglichen, wird der Termin online via BigBlueButton stattfinden. Der Vortrag wird außerdem aufgezeichnet und wird dann über das Kolloquium verlinkt.

 

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Abstract zum Vortrag von Dr. Angelika Weigel & Dr. Paul Hüsing

Die Übermittlung von animierten und personalisierten

Erklärungsmodellen für anhaltende Körperbeschwerden –

Erfahrungen aus der HERMES-Studie und Ausblick auf das IDRIS-Projekt

Störungsübergreifende ätiologische Modelle anhaltender Körperbeschwerden postulieren eine biopsychosoziale Genese der Symptomchronifizierung. Dennoch erhalten Betroffene häufig keine oder eine zu späte Behandlung, was unter Anderem daran liegt, dass Behandler:innen und ihre Patient:innen keine gemeinsamen Modelle zur Entstehung und Aufrechterhaltung anhaltender Körperbeschwerden finden. Patienten- und behandlergerechte Erklärungsmodelle sind daher ein relevanter Ansatzpunkt zur Verbesserung der Frühbehandlung anhaltender Körperbeschwerden.

In der HERMES-Studie wurden ätiologische Modelle anhaltender Körperbeschwerden in eine für Patient:innen verständliche und für Behandler:innen anwendbare Sprache übersetzt und ihr Potential zur Beeinflussung der psychischen und körperlichen Symptombelastung experimentell überprüft. Zudem wurde der Effekt einer zusätzlichen Individualisierung des Erklärungsmodells und der Wirkmechanismus zwischen Erklärungsmodell und psychischer sowie körperlicher Symptombelastung durch Berücksichtigung der eingeschätzten Nützlichkeit und der Änderung psychologischer Einflussvariablen untersucht. Die Intervention fand in Form eines Animationsvideos, welches den Patient:innen auf Tablets gezeigt wurde, statt.

In der sich anschließenden onlinebasierten IDRIS-Studie sollen Patientin:innen mit Rückenschmerzen in der Frühphase (< 12 Wochen) ihrer Beschwerden zu biopsychosozialen Risikofaktoren hinsichtlich einer möglichen Chronifizierung befragt werden. Neben einem explorativen Vergleich der Ausprägung der Risikofaktoren in den Gruppen von Patient:innen mit und ohne chronifizierten Rückenbeschwerden erhält ein zufällig ausgewählter Teil der Studienteilnehmer:innen das Angebot, personalisierte und visualisierte psychoedukative Inhalte zu Ihren Beschwerden gezeigt zu bekommen – erneut in videobasierter Form. Die Intervention wird auf Grundlage der zu T0 erhobenen individuellen Daten erstellt. Wir nehmen wir an, dass durch die patientenorientierte Vermittlung eines personalisierten Störungsmodells das Selbstwirksamkeitserleben der Betroffenen gesteigert und in der Folge eine Chronifizierung der Rückenschmerzen verhindert werden kann.

Weiterführende Literatur:

Löwe B, Levenson J, Depping M, Hüsing P, Kohlmann S, Lehmann L, Shedden-Mora M, Toussaint A, Uhlenbusch N, Weigel A. Somatic Symptom Disorder: A Scoping Review on the Empirical Evidence of a New Diagnosis. Psychological Medicine

Weigel A, Maehder K, Witt M, Löwe B. Psychotherapists’ perspective on the treatment of patients with somatic symptom disorders. Journal of Psychosomatic Research. 2020 138:110228. doi: 10.1016/j.jpsychores.2020.110228

Hüsing P, Löwe B, Frostholm L, Olde Hartmann T, Weigel A. Helpful explanatory models for somatoform symptoms (HERMES): Study protocol of a randomized mixed-methods pilot trial. BMJ Open 2021 24;11(3):e044244. doi: 10.1136/bmjopen-2020-044244

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Abstract zum Vortrag von Christina Bergmann

Robust cumulative psychological science using existing data: MetaLab and metalabR

For theory building and translating findings into practice, psychologists usually try to generalize as far as possible based on single data points. Yet summaries made on the basis of one or a few studies, including (null) results in often under-powered studies, can misrepresent a messy and complex evidence base. Even true results may further not be generalizable outside of the specific context for theoretically important reasons. Other factors that are typically considered "noise" might also impede generalizability, including the lab where testing takes place, the type of stimuli, or the methods that were used. Systematic reviews and meta-analyses help bring coherence to a complex evidence base, control for confounds, and integrate over a range of studies. However, meta-analyses are underused in experimental research and suffer from limits in replicability and transparency.
In this talk, I will present MetaLab and metalabR as a case study of how to use meta-analytic tools and open science for increasing the robustness and assessing generalizability of our conclusions. Both are domain-specific and aggregate findings from developmental studies, but the approach can be generalized to other disciplines. MetaLab (https://metalab.stanford.edu/) is a platform for open, dynamic meta-analytic datasets. In 6 years, the site has grown to 30 meta-analyses with data from 45,000 infants and children, and a direct spin-off has been built on the basis of MetaLab: https://metavoice.au.dk/. A key feature is the standardized data storage format, which allows a unified framework for analysis and visualization. This facilitates the addition of new data points as new studies emerge or are unearthed from the file-drawer, resulting in community-augmented meta-analyses (CAMAs; Tsuji, Bergmann, & Cristia, 2014), which provide the most up-to-date summary of the body of literature. Use of this standardized format is facilitated by tailored documentation and the metalabR package, which is currently under development.
This talk will highlight how the approach taken in MetaLab and metalabR can support robust science at different stages of a typical research project, from literature review over experiment design to result integration. At the same time, building MetaLab highlighted a few gaps in experimental psychology's current appraisal of evidence, including a lack of study quality indicators and a framework to compare studies on the same topic and quantify their closeness, which is also reflected in ongoing debates about what constitutes a "replication" and which forms of replications are "useful" - after all, meta-analyses are nothing else than a collection of replications (either narrowly or broadly construed).
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Abstract zum Vortrag von Dr. Florian Lange

Studying Pro-Environmental Behavior in the Lab and Online

The study of pro-environmental behavior has been dominated by self-report scales and field observations. Although both approaches have their merits, they also suffer from critical limitations that obstruct progress towards a better understanding of pro-environmental behavior. To address these limitations, we developed two experimental models that allow studying consequential pro-environmental behavior under controlled conditions.

On the Pro-Environmental Behavior Task, participants make a series of choices that either minimize the length of the laboratory session or the energy being wasted during that session. Energy waste is operationalized through the illumination of extra lights in the laboratory. As these lights are difficult to implement in online studies, we developed a second experimental model involving other consequences. On the Work for Environmental Protection Task, participants can opt to exert effort identifying target numbers and for every page of numbers that they decide to complete, an amount of money is donated to an environmental organization.

In validation studies, we found participants’ behavior on both tasks to be sensitive to the implemented costs (waiting time, effort) and environmental benefits (energy waste, donations). We thus argue that these experimental models can be used for the externally valid study of real-world situations that involve similar trade-offs. They allow examining the determinants of pro-environmental behavior under controlled conditions and optimizing novel interventions before translating them into more costly field studies.

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Abstract zum Vortrag von Dr. Anita Chasiotis und Dr. Martin Kerwer

Opening up (psychological) science to everyone – das Projekt PLan Psy

Wie können wir Erkenntnisse aus psychologischen Studien so kommunizieren, dass sie auch von der Allgemeinbevölkerung verstanden und genutzt werden können? Wie können wir den Zugang zu diesem Wissen für möglichst viele Personen öffnen?

Das Leibniz-Institut für Psychologie (ZPID) möchte mit Hilfe von KLARtexten einer interessierten Öffentlichkeit mehr Teilhabe an Befunden aus der wissenschaftlichen Psychologie ermöglichen. KLARtexte sind schriftliche Zusammenfassungen psychologischer Metaanalysen - und zwar Kurz, Laiengerecht, Allgemeinverständlich und Richtlinienkonform. Um die Abfassung dieser KLARtexte anhand evidenzbasierter Standards in den Regelbetrieb eines wissenschaftlichen Instituts zu etablieren, entwickelt das Projekt „PLan Psy“ am ZPID in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR) ein disziplinspezifisches, evidenzbasiertes Regelwerk sowie Schulungs- und Informationsmaterialien. Dafür werden unter anderem große experimentelle Studien durchgeführt, in denen Merkmale für besonders gut zugängliche, verständliche und Wissen vermittelnde Texte untersucht werden.

Im Vortrag werden die Ergebnisse dieser Studien sowie die Inhalte, Ziele und Produkte des Projekts präsentiert.

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